Meine Unendliche 914 Geschichte  (Teil 2 2003)

 
 

Nachdem ich bereits in der Ausgabe 12/99 des 914 Forum von meinen Anfängen in der 914 Szene berichtete, möchte ich nun einen Zwischenbericht zum Besten geben, denn ein Ende der Geschichte ist noch nicht in Sicht.

Als ich 1997 nach dem nun endlich beendeten Feierabendstudium die Karosserie des Klie 914 nochmals genau inspizierte wurde mir schnell klar, das hier eine Komplettrestauration anstand.

Zum „Üben“ besorgte ich mir also ein bereits geschweißtes Blechkleid, Bj. 1974 2.0L, welches ich mit den vielen Teilen, die ich bereits von mehreren geschlachteten 914 besaß, komplettieren wollte.

 (Im Bild der gestrahlte 914 auf dem Drehgestell)

Es zeigte sich jedoch sehr schnell, das noch einige Ecken nachgeschweißt und nachgearbeitet werden mussten, wobei mich Clubkollege Michael Schweer tatkräftig unterstützte. In einer Abend- und Nachtaktion wurde dann der komplette Innenraum und Unterboden in einer großen Lackierkabine meines Arbeitgebers nochmals grundiert, gefüllert und letztendlich im originalen Farbton Sonnengelb lackiert.  

(Die abgeklebte Karosserie vor dem Aufbringen eines dauerelastischen Steinschlages)

Nun konnte der Zusammenbau beginnend mit dem Einziehen des Kabelbaumes erfolgen. 

(Im Vordergrund kontrolliert mein Sohn Jochen das Einfädeln des Kabelbaumes) 

Einige Hauptbaugruppen wie Achsen und Lenkung sind wiederum mit der Unterstützung von Clubkollegen schnell montiert gewesen.

 (Hier kniet der Clubvorsitzende ehrfürchtig vor der glänzenden Karosserie)

-wenigsten einer der arbeitet-

Die Hochzeit, nämlich der Einbau der Motor- und Getriebeeinheit in die Karosserie, ist eigentlich eine Geschichte für sich. Im Nachhinein mit einem Schmunzeln bedacht, sei hier nur soviel beschrieben: Vier 914 Schrauber und dazu zwei hilfsbereite Nachbarn (am Spätnachmittag vom Frühschoppen kommend...) sind einfach zu viele Leute bzw. Meinungen um den Hochzeitsakt in Ruhe und Würde durchzuführen.

Im Endeffekt wurde der Motor mit einer Leiter angehoben und eingebaut obwohl eine absenkbare Rampe und auch ein Kettenzug zur Verfügung stand.

 

(Der zum Probelauf vorbereitete Motor auf einem Hilfsrahmen)

Der Motor selbst war von G. Stutzer im Motoreninstandsetzungszentrum des Clubs in Grevenbroich überholt worden und schnurrt bis heute ohne nennenswerte Probleme. Ups, ein Problem (welches ich aber lieber unerwähnt ließe) hatte der Motor doch: Die Lichtmaschine verweigerte verständlicherweise ihre Dienste nachdem ich die Batterie falsch angeklemmt hatte (nur ein einziges mal, ich tue’s auch nicht wieder. Versprochen!).

 

(Im Bild die erste Probefahrt vor der Haustür)

Die Außenlackierung ist dann in Viersen erfolgt, auch hier war ein Clubkamerad zur Stelle.  

(Einer arbeitet, zwei schauen zu.....) 

Das anschließende Komplettieren des Fahrzeugs hat dann viel Spaß gemacht und ging aufgrund von im Vorfeld überholten Einzelteilen und der anstehenden Pfingstausfahrt auch recht schnell. Am Freitagmittag um 12.00Uhr habe ich noch schnell die beiden Längsträgerverkleidungen angeschraubt, bevor es dann um 14.00 Uhr erstmalig mit roter Nummer auf die Straße ging.  An diesem Wochenende sind dann ca. 800 Km ohne jegliches Problem zusammengekommen,

ein tolles Gefühl!

Im Verlauf der letzten zwei Jahre ist das Auto immer weiter verfeinert worden, fertig ist es aber auch jetzt noch nicht. Die Tür- und Türscheibenfeineinstellung sowie das Anfertigen und Einbauen von Innenkotflügel aus Kunststoff stehen u.a. in diesem Winter auf dem Programm.

Damit möchte ich den zweiten Teil meiner 914 Geschichte bzw. den Grobumriss meiner ersten 914 Restauration beenden, nicht aber ohne mich an dieser Stelle nochmals für die teils sehr tatkräftige Unterstützung einiger Clubkollegen recht herzlich zu Bedanken. Ohne diese Hilfestellungen wäre das Auto sicherlich auch heute noch nicht fertig.

Vielleicht gibt es noch einen dritten Teil meiner 914 Geschichte, denn der Klie Wagen wartet ja noch auf seine Neuerstehung. Die Chancen dazu stehen gut.....                           

 

von Norbert Schlüter

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