WILFRIED OBERJOHANN

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Ein Traum wurde wahr

Das Volksporsche-Treffen am l. Wochenende im Juni in Köln-Lohmar nahm ich zum Anlass, meine seit fast zwei Jahren leider nur auf dem Papier bestehende Mitgliedschaft im Westfalen-Club auch auf persönliche Bekanntschaften zu erweitern.

Durch Michael Schweer, den ich zufällig beim Inspizieren der Fahrzeuge kennenlernte, wurde ich verschiedenen anderen Mitgliedern und auch dem Vereinsvorsitzenden vorgestellt. Sicherlich wird man sich jetzt häufiger treffen, denn so ein Gedankenaustausch ist nicht nur interessant sondern auch für mich als Laien sehr lehrreich.

Der Traum vom eigenen Volksporsche 914 verfolgte mich eigentlich schon, seit ich ca. 20 Jahre alt war.

Da ich unbedingt Besitzer eines solchen Fahrzeugs werden wollte, fand ich nach längerem Suchen einen Unfallwagen, der meinen damaligen finanziellen Möglichkeiten entsprach. Ein Bekannter, der von Beruf Kfz-Mechaniker war, empfahl mir dann allerdings, die Finger von diesem wie er sagte "Schrotthaufen" zu lassen, da die Kosten der Instandsetzung bei weitem mein Kontingent überschreiten würden. Schweren Herzens folgte ich seinen Empfehlungen, und das Wort Volksporsche rückte danach erst einmal in weite Ferne.

Ein paar Jahre später heiratete ich, wir bekamen zwei Töchter, und das Thema 914 war eigentlich schon fast vergessen.

Bis ich vor ca. 6 Jahren im Urlaub jemanden kennenlernte, der stolzer Besitzer zweier DKWs ist. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Da wir nicht sehr weit voneinander entfernt wohnen, trafen wir uns des öfteren, auch mit den Familien, unterhielten uns über Oldtimer, fuhren zu Teile-Märkten, telefonierten. Inzwischen kaufte ich mir diverse Zeitschriften, studierte Annoncen und war wieder auf der Suche nach einem 914. Mehrere Besichtigungen fielen nicht nach meinen Vorstellungen aus, da ich ein Auto suchte, wo ich einsteigen und losfahren konnte und nicht erst noch große Instandsetzungen durchführen musste. Natürlich sollte der Preis auch stimmen. Das war gar nicht so einfach.

Vor ca. 2 Jahren machte mich eine Anzeige in Süddeutschland neugierig. Mein Bekannter hatte beruflich zufällig in der Nähe zu tun und sah sich das Auto vor Ort an. Er schickte mir ein Fax mit einer ausführlichen Beschreibung und dem Vermerk: entweder man mag die Farbe oder nicht. Jetzt musste ich es selbst sehen. Mit meiner Frau fuhr ich daraufhin nach Süddeutschland, Geld in der Brieftasche, um das Geschäft evtl. gleich abwickeln zu können. Eigentlich musste für mich ein Volksporsche orange, gelb oder rot sein. Darum war ich erst etwas schockiert über die Farbe, aber dann dachte ich mir, warum eigentlich nicht braun. Das hat doch nicht jeder. Wir wurden uns handelseinig, und eine Stunde später saß ich in meinem Volksporsche 914 und fuhr mit roter Nummer Richtung Heimat.

Mein Traum in braun

Ich besaß jetzt selbst einen 914. Ein Traum wurde wahr.

Beim Treffen in Lohmar erfuhr ich von einem Kfz-Mechanikermeister, dass insgesamt in der Farbe cogney-braun nur 3 Fahrzeuge lackiert worden sein sollen. Ein Grund mehr, so lange wie möglich zu versuchen, den Originalzustand zu erhalten, da die Substanz des Wagens noch recht gut ist.

Es gibt also viele Gründe, in Zukunft weitere Volksporsche-Treffen zu besuchen, um immer wieder etwas Neues in Erfahrung zu bringen.*

Bis dahin grüßt Euch Wilfried

* vielleicht finde ich ja noch die anderen zwei in cogney-brauner Farbe lackierten 914er.